Wer sich die Verantwortung abnehmen läßt,

der läßt sich auch das Fell abziehen!

 

Die Kernthesen dieses brisanten Buchs:

• Fundraising ist überwiegend Selbstzweck. Es zielt auf die Entmündigung und emotionale Ausbeutung der Geber.

• Die Spenden dienen zu erheblichen Teilen der Eigenfinanzierung des jeweiligen Hilfswerks.

• Fundraiser machen sich bewußt die Affekte des Spenders dienstbar und nutzen dabei alle Werkzeuge des Marketings. Spenden wird zum Massenkonsum.

• Fundraiser lassen sich von den Spendern für die Illusion bezahlen, sie übernähmen eine Teilverantwortung für die Verbesserung der Welt.

• Die wachsende Branche der Fundraiser präsentiert sich als Antwort auf die von ihr selbst verursachten Tendenzen steigenden Konkurrenzdrucks.

 

Dies sind Beispiele für bestens belegte Antworten dieses Buches, das sich als umfassende, aber konstruktive Spendenkritik auf moralischphilosophischer Ebene versteht. Auf der Grundlage eigener Erfahrungen und anhand griffiger Beispiele aus der Praxis legt der Autor die Mechanismen von subtiler Führung, Unterhaltungslust, Sozialromantik, Gruppendruck und Euphorisierung im Spendenwesen offen. Seine Sprache ist bildreich, dabei sachkundig und präzise, mitunter bewußt überspitzt und plakativ.

Die Thesen dieses Buches werden in rund 300 Fußnoten mit zahlreichen Belegen aus der aktuellen Fachliteratur untermauert. Sämtliche Aussagen im Text werden lückenlos belegt. Ganz nebenbei erhält der (direkt angesprochene) Leser jede Menge Tips aus dem Spendenmarketing mitgeteilt, allerdings kritisch hinterfragt.

Sehr deutlich skizziert und kritisiert der Autor eine auf das Prinzip der Verantwortungsverschiebung aufgebaute Spendenkultur. Zwar sieht der Autor die Arbeit der Hilfsorganisationen als grundsätzlich sinnvoll und notwendig an. Vehement wendet er sich aber gegen die technisierte und kostspielige, letztlich aus Spenden finanzierte Instrumentalisierung von Elend und Mitgefühl. Der Fundraiser präsentiert Mißstände und gleichzeitig Lösungen – der Spender stellt die Mittel bereit und übergibt seine menschliche Verantwortung.

Alexander Glück vertieft und erweitert seine Thesen, die er im Herbst 2008 unter dem Titel Der Spendenkomplex. Das kalte Geschäft mit heißen Gefühlen vorgelegt hat. Er argumentiert und plädiert für eine„neue Spendenkultur“, deren Bestandteile ein neuer Fundraiser und ein veränderter Spender sind, die sich wirklich sozial aufmerksam und selbstverantwortlich für die Behebung globaler Mißstände einsetzen, anstatt sich mit ihnen zu arrangieren und nur deren Symptome zu bearbeiten.

Ein Buch, das Widerspruch wecken und zum Nachdenken anregen wird. Eine notwendige Reflexion, um eine Selbstbeschädigung des wichtigen Nonprofit-Sektors zu verhindern. Es richtet sich an Spender und Fundraiser, die Verantwortlichen in spendensammelnden Organisationen und eine kritische Öffentlichkeit.

Aus dem Inhalt:

• Das Spenderbild der Fundraiser
• Die Methoden der Fundraiser
• Individuelles aus der Retorte: Verwaltungsprogramme
• Erst essen, dann spenden: Galas und Charity-Bankette
• Grundlos schrill: Entenrennen und andere Torheiten
• Die Übergabe der Verantwortung an die Fundraiser
• Die Rolle der Transparenz im Fundraising
• Gütesiegel, Prüfstellen und ihre Arbeit

Leseprobe

Pressespiegel


Rezension von Jan K. Schiffer / StiftungsrechtPlus

Rezension von Thomas Scholl / Amazon

Interview mit Alexander Glück in der Zeitschrift FUNDIERT

Der Autor Alexander Glück

Geboren 1969 in Usingen/Taunus, widmete er seinen Zivildienst dem Rettungswesen und blieb anschließend während seines sozialwissenschaftlich-geschichtlichen Studiums dem medizinischen Bereich als Pflegehelfer auf einer Akutstation verbunden. Er lebt und arbeitet seit 1996 als Publizist in Wien und Hollabrunn. Während seines Engagements für Hilfswerke in Rumänien ab 2003 beobachtete er aktiv, nicht zuletzt an sich selbst, die Kooperationsstrukturen zwischen Helfern und Unterstützern. Alexander Glück veröffentlichte u. a. in »Frankfurter Rundschau«, »Stern«, »Standard« und »Die Presse«.

Essen (Stiftung&Sponsoring Verlag) 2009
ISBN 978-3-9812114-2-9
Mit einem Nachwort von Joana Breidenbach, freie Ethnologin und Autorin

Auch in Ihrer Buchhandlung erhältlich

 

Ich investiere ständig in eine bessere und schnellere Büroausstattung!

Ihr kleiner Beitrag zahlt sich aus. Danke!


Just Foreign Policy: Tote Iraker wegen der US Invasion


A l e x a n d e r _ G l u e c k